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Entwicklung der Lebenserwartung und Sterblichkeit

Die Zahl der Gestorbenen ist neben der Zahl der Lebendgeborenen ein Hauptbestandteil der natürlichen Bevölkerungsbewegung. Für die Beschreibung der Sterblichkeit ist der Bezug zur Bevölkerung wichtig. Zum einen beeinflusst die Zahl der Gestorbenen den Bevölkerungsbestand und deren Entwicklung und zum anderen hängt die Zahl der Gestorbenen auch von der Altersstruktur einer Bevölkerung ab.

Die Entwicklung der Gestorbenen

Die Balkengrafik zeigt die Entwicklung von 1983 mit 75100 bis 2019 mit 54900 Gestorbenen nach Geschlecht. Für die Entwicklung der Gestorbenen je 1000 Einwohnerinnen und Einwohner nach Geschlecht sind zwei Linien dargestellt.

Sowohl die Zahl der Gestorbenen als auch die Gestorbenen je 1 000 Einwohner werden nicht nur durch längere Lebenszeiten, sondern auch durch die Größe und die Altersstruktur einer Bevölkerung bestimmt. 
Die Zahl der Gestorbenen betrug im Jahr 1983 rund 75 100, davon waren 43,3 Prozent männlich. Das Verhältnis hat sich im Zeitverlauf angepasst, auch weil sich die Frauenüberhänge aus den zwei Weltkriegen auswachsen. Von den 54 900 Gestorbenen im Jahr 2019 war mit 49,6 Prozent fast die Hälfte männlich. 

Neben dem Anstieg der Lebenserwartung, die eine Verringerung der Sterbefälle bewirkt, können auch die Entwicklungen in den sterberelevanten Altersgruppen die Zahl der Gestorbenen beeinflussen. Die Zahl der Gestorbenen ging bis 2006 auf 48 200 zurück. Seitdem war trotz weiter steigender Lebenserwartung ein Anstieg der Sterbefälle auf bis zu 56 300 im Jahr 2018 festzustellen, was auf das Hochrücken besetzungsstarker Geburtsjahrgänge in die hohen Altersjahre zurückzuführen ist.

Mit den rohen Sterbeziffern wird die Zahl der Gestorbenen in Beziehung zur Bevölkerung gesetzt. Im Jahr 1983 lag die rohe Sterbeziffer für Männer bei 13,6 Gestorbenen je 1 000 Einwohner und die für Frauen bei 15,5 Gestorbenen je 1 000 Einwohnerinnen. Bis 2001 gingen die geschlechtsspezifischen rohen Sterbeziffern auf 10,5 bei Männern sowie auf 11,9 bei Frauen zurück. Seitdem nimmt die rohe Sterbeziffer in ihrer Tendenz wieder leicht zu, auch weil besetzungsstarke Geburtsjahrgänge in das hohe Alter vorrücken. Für das Jahr 2019 wurde eine rohe Sterbeziffer von 13,6 bei Männern und 13,4 bei Frauen ausgewiesen. 2019 lag die rohe Sterbeziffer bei Frauen erstmalig unter der rohen Sterbeziffer bei Männern.

Die Entwicklung der Lebenserwartung

Die Liniengrafik zeigt die Entwicklung der Lebenserwartung im Freistaat Sachsen von 1987/1989 bis 2017/2019. 2017/19 betrug die Lebenserwartung 78,1 Jahre für neugeborene Jungen bzw. 84,0 Jahre für neugeborene Mädchen.

Die Lebenswartung und deren Entwicklung ist einer der wichtigsten Indikatoren zur Beschreibung verbesserter Lebensverhältnisse einer Bevölkerung. Dabei wird zwischen der mittleren bzw. Lebenserwartung bei der Geburt und der ferneren Lebenserwartung für ein definiertes Altersjahr unterschieden.

Laut Sterbetafel 1987/89 lag die Lebenserwartung für einen neugeborenen Jungen bei 70,4 Jahren und für ein neugeborenes Mädchen bei 76,3 Jahren. Bis 2017/19 stieg die Lebenserwartung auf 78,1 Jahre für neugeborene Jungen bzw. 84,0 Jahre für neugeborene Mädchen an. Gegenüber 1987/89 bedeutet das für beide Geschlechter ein Anstieg um 7,7 Jahre. Es zeigt sich auch, dass nach einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg der Lebenserwartung von 0,3 Jahren für neugeborene Jungen und Mädchen bis 2009/11 sich die jährliche Zunahme auf durchschnittlich 0,1 Jahre verlangsamt  hatte. 

In zwei Liniengrafiken ist die Entwicklung der ferneren Lebenserwartung nach Geschlecht für die Altersjahre 60 und 80 Jahre dargestellt. Für beiden Altersgruppen und Geschlechter sind die ferneren Lebenserwartungen deutlich angestiegen.

Nicht nur die Lebenserwartung neugeborener Jungen und Mädchen, auch die fernere Lebenserwartung beispielsweise älterer Menschen stieg seit 1987/89 an. Die fernere Lebenserwartung eines 60-jährigen Mannes betrug 1987/89 16,4 Jahre, die einer 60-jährigen Frau 19,9 Jahre. Bis 2017/19 stieg diese um 5,1 Jahre für Männer und um 6,0 Jahre für Frauen. Bei den 80-Jährigen stieg die fernere Lebenserwartung noch deutlicher an. Lag sie 1987/89 noch bei 5,3 Jahren (Männer) bzw. 6,2 Jahren (Frauen), so betrug sie 2017/19 bereits 8,1 Jahre (Männer) bzw. 9,6 Jahre (Frauen), was einen Anstieg bei den 80-jährigen Männern um 2,8 Jahre bzw. um 3,4 Jahre bei Frauen bedeutet.

Altersstruktur der Gestorbenen

Die Entwicklung der Zahl der Gestorbenen ist maßgeblich von der Altersstruktur der Bevölkerung abhängig. Im Jahr 1983 waren 78,8 Prozent der Bevölkerung im Alter unter 60 Jahren. Dabei wies diese Altersgruppe eine rohe Sterbeziffer von 2,4 aus. Sowohl die Zahl der unter 60-Jährigen ging bis 2019 um 1,3 Millionen zurück, als auch die Sterblichkeit nahm weiter ab. So betrug die rohe Sterbeziffer 2019 nur 1,7 Gestorbene je 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner und hatte damit einen geringen Einfluss auf die Entwicklung der Zahl der Gestorbenen insgesamt. 

Die Balkengrafik zeigt die Entwicklung der Bevölkerung nach Altersgruppen, darüber die Zahl der Gestorbenen als Linie. Die zweite Grafik als Liniengrafik zeigt die Entwicklung der Gestorbenen je 1000 der Bevölkerung im Zeitraum von 1983 bis 2019.

Zugewinne im Betrachtungszeitraum konnte dagegen die Bevölkerung ab 60 Jahren verzeichnen. Gegenüber 1983 stieg die Zahl der 60-Jährigen und Älteren um 25,7 Prozent an. Während die Bevölkerung im Alter von 70 bis unter 80 Jahren um 6,1 Prozent sank, stieg die zahlenmäßige Besetzung der Altersgruppen der 60- bis unter 70-Jährigen (+32,0 Prozent) und der 80-Jährigen und Älteren (+92,1 Prozent) deutlich an. Gleichzeitig ging für alle drei Altersgruppen die rohe Sterbeziffer zurück. So starben 1983 von 1 000 Personen der Altersgruppe 60 bis unter 70 Jahre 19,7 Personen, der Altersgruppe 70 bis unter 80 Jahre 58,4 Personen und der Altersgruppe 80 Jahre und älter 161,7 Personen. 2019 betrug die rohe Sterbeziffer der 60- bis unter 70-Jährigen 11,5, der 70- bis unter 80-Jährigen 25,5 und die der 80-Jährigen und Älteren 95,6. Dass die Zahl der Gestorbenen in den letzten Jahren angestiegen ist, hat somit seine Ursache in den zunehmenden Besetzungsstärken der hohen Altersjahre.

Neben der Lebenserwartung lassen sowohl das durchschnittliche Sterbealter als auch das Medianalter der Gestorbenen Aussagen zu Veränderungen in der Sterblichkeit der Bevölkerung zu.

Das durchschnittliche Sterbealter lag 1983 für Männer bei 70,6 und für Frauen bei 76,3 Jahren. Gegenüber 1983 hat sich das durchschnittliche Sterbealter bei Männern um 5,6 Jahre auf 76,3 Jahre und bei Frauen um knapp 7 Jahre auf 83,2 Jahre erhöht. Für die männlichen Gestorbenen ging das durchschnittliche Sterbealter bis 1990 leicht zurück. Danach gab es immer wieder ausgewählte Jahre, in denen das Sterbealter gegenüber dem Vorjahr rückläufig war. Seit 2000 stieg es kontinuierlich an. Das durchschnittliche Sterbealter bei Frauen ist dagegen stärker und über einen längeren Zeitraum angestiegen. Ausnahmen bildeten nur die Jahre 1990, 2011 und 2019. Durchschnittlich pro Jahr stieg das Sterbealter bei Männern um 0,15 Jahre und bei Frauen um 0,19 Jahre. 

Die zwei Liniengrafiken stellen die Entwicklung des durchschnittlichen Sterbealters und des durchschnittlichen Medianalters der Gestorbenen im Zeitraum 1983 bis 2019 dar.

Ebenso wie das durchschnittliche Sterbealter ist auch das Medianalter der Gestorbenen gestiegen. Im Jahr 1983 waren jeweils 50 Prozent der gestorbenen Männer jünger bzw. älter als 74,94 Jahre. Für die weiblichen Gestorbenen betrug das Medianalter 78,41 Jahre. Sowohl bei den gestorbenen Männern als auch bei den Frauen nahm das Medianalter bis 2019 zu. Für 2019 wurde ein Medianalter bei den gestorbenen Männern von 78,72 Jahren und bei den gestorbenen Frauen von 85,07 Jahren ermittelt.

Ähnlich der Entwicklung beim durchschnittlichen Sterbealter war das Medianalter bei männlichen Gestorbenen zwischenzeitlich (1986 bis 2000) rückläufig, während bei der Entwicklung des Medianalters bei den weiblichen Gestorbenen von einem kontinuierlichen Anstieg gesprochen werden kann. Dadurch stieg zeitweise die Differenz des Medianalters der männlichen und weiblichen Gestorbenen auf fast 11 Jahre (1997-1999) an.

Für Sie zusammengefasst: Deutlicher Anstieg des durchschnittlichen Sterbealters

Was bedeutet »durchschnittliches Sterbealter«?

Mit dem durchschnittlichen Sterbealter wird das durchschnittlich erreichte Alter der Gestorbenen errechnet. Es ist - im Gegensatz zur Lebenserwartung - stärker von der Altersstruktur einer Bevölkerung abhängig. D.h. wenn es in einer Bevölkerung viele alte Menschen gibt, dann ist das durchschnittliche Sterbealter höher als bei einer jungen Bevölkerung, auch wenn beide eine gleiche Sterblichkeit aufweisen. Das Medianalter der Gestorbenen sagt aus, bei welchem Alter die Hälfte der Gestorbenen jünger und die andere Hälfte der Gestorbenen älter ist

Die Veränderungen bei den Gestorbenen nach Familienstand im Zeitverlauf lässt sich zu einem Großteil aus den Entwicklungen in der Altersstruktur ableiten, aber auch veränderte Lebensentwürfe und die Entwicklungen in der Sterblichkeit wirken auf die Zusammensetzung nach Familienstand. 

Im Jahr 1990 starben 67 900 Personen, davon waren einschließlich der unter 18-Jährigen 8,0 Prozent (5 500 Personen) ledig, 40,0 Prozent (27 200 Personen) verheiratet, 45,2 Prozent (30 700 Personen) verwitwet sowie 6,8 Prozent (4 600 Personen) geschieden. Gegenüber 1990 hat die Zahl der Gestorbenen 2019 um fast 13 000 Personen abgenommen. Die Verteilung nach Familienstand bleibt jedoch weitgehend bestehen. Die größten Veränderungen gab es bei den verwitweten Gestorbenen, deren Anteil um 4,1 Prozentpunkte zurückging sowie bei den geschiedenen Gestorbenen, deren Anteil um 3,1 Prozentpunkte zunahm. Dies resultiert u.a. daraus, dass insbesondere die Geburtsjahrgänge, in denen aufgrund der Weltkriege ein deutlicher Frauenüberschuss (»Kriegswitwen« ) bestand, ausscheiden. Andererseits bleiben immer mehr Menschen in Sachsen ledig und auch der Anstieg des Anteils der Geschiedenen in Sachsen spiegelt sich in den Gestorbenen nach Familienstand wider.

Auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede haben seit 1990 weiterhin ihren Bestand. Die Mehrzahl der verstorbenen männlichen Bevölkerung war verheiratet. Lag der Anteil 1990 noch bei 63,2 Prozent, so ging er bis 2019 auf 56,5 Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen die Anteile lediger und geschiedener männlicher Gestorbener. War 1990 nur jeder 8. männliche Gestorbene ledig oder geschieden, war es 2019 bereits jeder 5.

Die zwei Balkengrafiken stellen die Gestorbenen nach Alter, Geschlecht und Familienstand je 1000 Gestorbenen des jeweiligen Geschlechts in den beiden Jahren 1990 und 2019 dar.

Die Mehrzahl der gestorbenen weiblichen Bevölkerung war sowohl 1990 mit 61,6 Prozent als auch 2019 mit 59,4 Prozent verwitwet. Verschiebungen bei der Zusammensetzung der weiblichen Gestorbenen nach Familienstand sind dabei weniger deutlich als bei der männlichen Bevölkerung. Die Veränderungen 2019 gegenüber 1990 lagen bei 2,2 Prozentpunkten bei den verwitweten Gestorbenen (Rückgang) und bei 2,1 Prozentpunkten bei den weiblichen geschiedenen Gestorbenen (Anstieg).

Der Einfluss der gestiegenen Lebenserwartung kann wiederum am Medianalter verwitweter bzw. verheirateter Gestorbener abgelesen werden. Im Jahr 1990 lag das Medianalter verheirateter Männer bei 70,39 Jahren, das verwitweter Männer bei 82,49 Jahren. Im Jahr 2019 waren jeweils 50 Prozent der gestorbenen Männer jünger bzw. älter als 78,80 Jahre, wenn sie verheiratet waren bzw. 85,92 Jahre, wenn sie verwitwet waren. Diese Entwicklung lässt sich auch bei den gestorbenen verheirateten bzw. verwitweten Frauen feststellen. Das Medianalter der gestorbenen verheirateten Frauen stieg von 70,07 Jahren (1990) auf 78,36 Jahre (2019), das von gestorbenen Witwen von 82,28 Jahren auf 88,03 Jahre.

Für Sie zusammengefasst: Einfluss der Altersstruktur auf die Zusammensetzung der Gestorbenen nach Familienstand

Durch die steigende Lebenserwartung in der Vergangenheit nahmen die Überlebenswahrscheinlichkeiten zu bzw. die Sterbewahrscheinlichkeiten ab. Die Verlaufsform der Sterbewahrscheinlichkeiten hat sich dabei kaum verändert. Der Vergleich der Sterbewahrscheinlichkeiten nach Geschlecht zeigt für die ausgewählten Betrachtungszeiträume in allen Altersjahren eine höhere Sterblichkeit der männlichen Bevölkerung. Für die Altersjahre bis 15 ist eine Entwicklung hin zu annähernd gleichen Sterbewahrscheinlichkeiten erkennbar. Ab einem Alter von 16 Jahren nehmen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern dann fast kontinuierlich zu.

Die zwei Liniengrafiken stellen altersspezifischen Sterbewahrscheinlichkeiten nach ausgewählten Sterbetafeln jeweils für die männliche und die weibliche Bevölkerung dar.
Das durchschnittliche Sterbealter für die männliche Bevölkerung liegt 2019 bei 76,3 Jahren, das für die weibliche Bevölkerung bei 83,2 Jahren. Im Vergleich zur geringen Sterblichkeit in jungen Jahren ist die Sterbewahrscheinlichkeit für die hohen Altersjahre exponentiell höher. Für die Darstellung der Sterbewahrscheinlichkeiten (Gestorbene je 10 000 Personen des jeweiligen Altersjahres) wird deshalb eine logarithmische Darstellung verwendet. 

So starben laut Sterbetafel 1987/89 im Alter von 20 Jahren 11 Männer je 10 000 gleichaltrige Männer, aber nur 5 Frauen je 10 000 gleichaltrige Frauen. Auch 2017/19 bestanden die geschlechtsspezifischen Unterschiede weiter, haben sich aber verringert. Im oben genannten Alter starben 2017/19 bezogen auf 10 000 Personen 4 Männer bzw. 2 Frauen.

Ein weiteres Indiz für den Anstieg der Lebenserwartung ist das spätere Einsetzen höherer Sterblichkeiten. 1987/89 starben bereits ab dem Altersjahr 54 mehr als 100 Männer je 10 000 Männer gleichen Alters. Für 2017/19 wurde dies für die Altersjahre ab 59 für Männer ermittelt. Bei der weiblichen Bevölkerung starben 1987/89 ab 62 Jahren mehr als 100 Frauen bezogen auf 10 000 Personen dieser Bevölkerungsgruppe. Für 2017/19 traf dies dann erst für die Altersjahre 70 Jahre und älter zu.

Für Sie zusammengefasst: Entwicklung der altersspezifischen Sterbewahrscheinlichkeiten

In Sachsen starben die meisten Menschen an Krankheiten des Kreislaufsystems, zu denen neben dem Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen am Herzen (koronare Herzkrankheit) sowie der Herzinfarkt und der Schlaganfall zählen. Im Jahr 2000 wurde für die Mehrzahl der Gestorbenen (53,0 Prozent) eine Krankheit des Kreislaufsystems als Todesursache benannt. Bis 2019 ging deren Anteil kontinuierlich zurück. 2019 starben nur noch 41,6 Prozent an einer Krankheit des Kreislaufsystems. Darüber hinaus  machten auch bösartige Neubildungen einen wesentlichen Anteil an allen Todesursachen aus. Im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 starben jährlich rund 24 Prozent bzw. fast jeder 4. an bösartigen Neubildungen. Neben psychischen oder Verhaltensstörungen als Todesursache nahmen auch die sonstigen Todesursachen auf geringem Niveau zu. Letzteres ist ein Indiz dafür, dass die Todesursachen vielfältiger werden.

Die zwei Balkengrafiken zeigen die prozentuale Verteilung der häufigsten Todesursachen nach Altersgruppen in den beiden Jahren 2000 und 2019.

Eine Betrachtung der häufigsten Todesursachen nach Altersgruppen zeigt sowohl zwischen den Altersgruppen unterschiedliche Entwicklungen, belegt aber auch Veränderungen im Zeitverlauf. Die Sterblichkeit bei den unter 1-Jährigen war sowohl 2000 als auch 2019 von der Säuglingssterblichkeit (übrige Todesursache) bestimmt. Bei den 1- bis unter 65-jährigen  Gestorbenen starb in beiden Betrachtungsjahren rund ein Drittel aufgrund bösartiger Neubildungen. Ebenfalls bedeutsam für die Gestorbenen dieser Altersgruppe waren Krankheiten des Kreislaufsystems mit einem Anteil von 25,3 Prozent (2000) bzw. 20,5 Prozent (2019).

Mit zunehmendem Alter steigt dann der Anteil der Krankheiten des Kreislaufsystems als Todesursache. Ab den Altersgruppen 75 Jahre und älter waren Erkrankungen des Kreislaufsystems sowohl 2000 als auch 2019 die häufigste Todesursache. Weiterhin ist ein Anstieg des Anteils bösartiger Neubildungen an allen Todesursachen von 22,3 Prozent (2000) auf 27,6 Prozent (2019) für die Altersgruppe der 75- bis unter 85-Jährigen hervorzuheben.

Für Sie zusammengefasst: Die häufigsten Todesursachen

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